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Die Kirche als Wissensvermittlerin

Glaubensinhalte vertiefen und darüber diskutieren: Mit diesem Vorhaben lanciert der Pastoralraum Zugersee Südwest eine Vortragsreihe für die Bevölkerung. Die Themen reichen von der wichtigsten Botschaft Jesu über die Chancen und Grenzen unseres Glaubens bis hin zum «Geheimnis Gottes».

The climate reality project  / unsplash
The climate reality project / unsplash

Die Erwachsenenbildung bekommt im Pastoralraum Zugersee Südwest wieder mehr Gewicht: Dies mit einem neuen Format, konkret einer Reihe von Vorträgen in Rotkreuz mit Referenten aus Wissenschaft und Seelsorge.

Der Schwerpunkt Erwachsenenbildung sei bis anhin zu kurz gekommen, sagt die Pastoralraumleiterin Dr. Michèle Adam, nun würden die personellen Ressourcen dies wieder ermöglichen. «Diskussionen im Team, Rückmeldungen von Pfarreiangehörigen und auch unser Selbstverständnis als Theologinnen und Theologen haben uns bewogen, Menschen eine Kombination von Vertiefung von Glaubensinhalten‚ im Sinne von Wissensvermittlung und Diskussionsmöglichkeiten anzubieten», sagt sie. Die Fastenzeit eigne sich dafür besonders gut.
Ausschlag für die Auswahl der Themen gaben gemäss Michèle Adam «das Leben Jesu als zentraler Punkt unseres Glaubens», aber auch eine kritische Auseinandersetzung damit und die persönliche Erfahrung, respektive Kontakte zu den Referenten.

Warum fasziniert Jesus?

Den Auftakt der Vortragsreihe macht ein Referat zum Thema «Jesus und seine jüdische Herkunft – seine wichtigste Botschaft». Wer heute Jesus von Nazareth besser verstehen möchte, müsse einen Blick auf die Zeit, den Ort und das Volk werfen, in dem er geboren wurde, schreibt der Referent und Theologe Martin Steiner vom interfakultären Institut für Jüdisch-Christliche Forschung an der Universität Luzern. «Sein Leben inspiriert nicht nur Gläubige, die an ihn als den Auferweckten der Toten glauben, sondern fasziniert auch Andersgläubige und säkulare Menschen. Doch worin besteht die ungebrochene Ausstrahlungskraft Jesu?» Gemeinsam mit Ansätzen von jüdischen Jesusforscherinnen und -forschern würde am Diskussionsabend «eine der erlesensten Botschaften der Menschheit» neu beleuchtet.

Die zweite Veranstaltung trägt den Titel «Wenn Jesus an Grenzen stösst. Chancen und Grenzen des Jesus-Glaubens.» Worum geht es? «Wir erleben gerade, wie sich die Welt in einer Art und Weise verändert, die vielen Angst und Sorge bereitet», schreibt der Referent, Theologe und Forscher Thomas Wallimann. «Wie orientieren wir uns in einem solchen Umfeld? Welche Haltepunkte gibt es? Und was machen wir mit Jesus?»

Der eigene Glaubensweg

Der dritte Vortrag schliesslich dreht sich um das Thema «Glauben heute». Kaplan Leopold Kaiser führt die Teilnehmenden mit drei Fragen durch den Abend: Welchen Informationsquellen setze ich mich aus? Wer bin ich geworden durch meinen Lebensweg? Welche Rolle spielt das Geheimnis Gottes in mir?

Die Referate dauern je eine halbe Stunde mit anschliessender Diskussion und Apéro. Durch die Abende führt Hansjörg Stadler, Seelsorger im Pastoralraum Zugersee Südwest. Zielpublikum seien «alle Interessierten, unabhängig davon, ob kirchennah oder kirchenfern, ob Mitglied der katholischen Kirche oder nicht».

«Wir sind gespannt auf die Reaktionen, die unser Angebot auslösen wird», sagt Pastoralraumleiterin Michèle Adam. Wir werden diese auswerten und uns überlegen, eine weitere Reihe oder einen Zyklus in ähnlichem Format zu einem späteren Zeitpunkt anzubieten.»

Die Referate im Überblick

  • «Jesu Wirken damals und seine Bedeutung in unserer Zeit»: Mi, 18.2.26. Referent: Dr. Martin Steiner.
  • «Wenn Jesus an Grenzen stösst: Chancen und Grenzen des Jesus-Glaubens». Mi, 11.3.26. Referent: Dr. Thomas Wallimann.
  • «Glauben heute». Mi, 18.3.26. Referent: Kaplan Leopold Kaiser.

Jeweils um 18.30 Uhr, Zentrum Dorfmatt (1. Stock) in Rotkreuz. Eine Anmeldung ist nicht nötig.