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Special Olympics Summer Games: Ein Fest der Zusammengehörigkeit

Der Kanton Zug steht Ende Mai für vier Tage ganz im Zeichen von Athletinnen und Athleten mit geistiger Beeinträchtigung. Im Rahmen des neuen Formats «Zwischenhalt» der Katholischen Kirche Zug gab Co-Geschäftsführer Felix Jaray Einblick in die Special Olympics Summer Games und es entspannte sich ein intensiver Austausch über Inklusion und Sport.

Felix Jaray, Co-Geschäftsführer Special Olympics Summer Games und Marlen Schärer von «Kirche mit Zug». Foto: Franz Lustenberger

Rituale, gleichbleibende Abläufe sind für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung wesentliche Anker im Alltag. Das gilt auch für die gut 1'500 Athletinnen und Athleten an den Special National Games von Special Olympics: Felix Jaray: «Die Flamme, die Eröffnungsfeier, Medaillenzeremonien, die Schlussfeier und ein buntes Rahmenprogramm – das gehört einfach dazu.» Apropos Medaillen – rund 2'000 Stück liegen bereit, rund 800 Siegerehrungen sind geplant.

Inklusive Bewertung der sportlichen Leistungen

So einfach die Ermittlung des Siegers bei einem 100-Meter-Lauf ist, so schwierig ist es, die sportlichen Leistungen von Menschen mit unterschiedlichster Beeinträchtigung zu messen und zu vergleichen. Die Philosophie von Special Olympics nimmt dies auf. Alle Athletinnen und Athleten werden aufgrund von Vorläufen in unterschiedliche Leistungskategorien mit maximal 8 Personen eingeteilt. Und zwar unabhängig von Geschlecht oder Alter. Das Mindestalter beträgt 8 Jahre.

Einblick in die Special Olympics Summer Games und intensiver Austausch über Inklusion und Sport. Foto: Franz Lustenberger

Zuger Pfarreizentren als Unterkunft

Ohne Unterstützung der Öffentliche Hand, von Sponsoren aus der Privatwirtschaft und über 1'500 Volunteers wäre ein solcher mehrtägiger Grossanlass nicht durchzuführen. Eine grosse Herausforderung sei die Unterbringung alle Personen. Dabei leistet auch die Kirche der Stadt Zug einen Beitrag, indem sie rund 200 Übernachtungsplätze für Athletinnen, Athleten und Begleitpersonal zur Verfügung stellt: «Die Special Olympics stehen für Werte, die auch für uns zentral sind: Gemeinschaft und Teilhabe, Sportsgeist, Lebensfreude, Inklusion und Respekt», wird Kirchenratspräsident Patrice Riedo auf der Homepage der Spiele zitiert. Und: «Die Spiele bringen Menschen zusammen und zeigen eindrücklich, was möglich ist, wenn Vielfalt als Stärke verstanden wird.» Für die Unterbringung nutzt die Kirche die Pfarreizentren St. Johannes, Gut Hirt und St. Michael.

Offen und neugierig

Menschen mit Beeinträchtigungen werden Ende Mai das Bild von Zug prägen. Sie sind «fröhlich, offen und neugierig», wie Felix Jaray beim «Zwischenhalt» in Baar betonte. Das gleiche Verhalten erhofft er sich von der Bevölkerung, welche die Wettkämpfe und das Rahmenprogramm besuchen. Menschen mit Beeinträchtigungen sollen nicht nur gut um- und versorgt sein, sie werden «in diesen vier Tagen in und für Zug sichtbar». Darin sieht Jaray den grossen und hoffentlich nachhaltigen Wert der Special Summer Games.