Die Zuger Bevölkerung zeigt auch in diesem Winter eindrücklich, wie stark das Mitgefühl für Menschen ist, die finanziell unter Druck stehen. Rund sieben Tonnen Lebensmittel kamen bei der diesjährigen Sammelaktion «Zuger für Zuger» zusammen. Genug, um 700 Taschen zu füllen, die seit dem 27. Januar an berechtigte Personen abgegeben werden. Etwa 300 Menschen im Kanton Zug erhalten dadurch eine spürbare Unterstützung.
«Die Aktion ist längst ein fester Bestandteil der Adventszeit. Sie macht sichtbar, dass im Kanton Zug nicht nur Wohlstand, sondern auch ein wacher Blick für jene vorhanden ist, die auf Hilfe angewiesen sind », sagt Yolanda Fässler, Bereichsleiterin bei der Gemeinnützigen Gesellschaft Zug (GGZ@Work).

Engagement, das verbindet
Ein besonders herzlicher Beitrag kam erneut aus Cham: Religionslehrerin Heike Dönni und ihre Schülerinnen und Schüler backten rund 40 Kilogramm Guetzli. Mit dem Verkaufserlös von über 2'000 Franken konnten 100 Lebensmitteltaschen gefüllt werden. Das entspricht einem Gesamtgewicht von rund einer Tonne. Ein Beispiel dafür, wie gemeinsames Tun Nähe schafft und konkrete Hilfe ermöglicht.
Auch Unternehmen im Kanton beteiligten sich: Mitarbeitende des Rohstoffkonzerns Glencore spendeten rund 1'000 Kilogramm Lebensmittel, das Chamer Unternehmen Tanner SA steuerte Produkte für die Körperhygiene und Hautpflege bei. Sortiert wurden alle Spenden von GGZ@Work. Seit dem 27. Januar 2026 werden sie in den Tischlein-Deck-Dich-Abgabestellen in Baar, Cham und Ägeri an berechtigte Personen verteilt.
Simone Bulach, als Kirchenrätin der Reformierten Kirche Kanton Zug für das Projekt verantwortlich, bringt es auf den Punkt: «„Zuger für Zuger“ ist ein kleiner, aber wichtiger Lichtblick im Kanton Zug. Es ist ein Projekt, bei dem Menschen füreinander da sind, das Gemeinschaft stiftet.» Gerade zu Jahresbeginn, wenn viele Haushalte besonders belastet sind, seien die Spenden eine wertvolle Entlastung
Ein Projekt mit Geschichte
Die Sammelaktion wurde 2008 von der «Zuger Woche» und der Gemeinnützigen Gesellschaft Zug ins Leben gerufen. Seither unterstützen die reformierte und die katholische Kirche das Projekt jedes Jahr. Sie nehmen die Lebensmittel entgegen, bevor diese von der GGZ eingesammelt und weiterverteilt werden. Besonders gefragt sind haltbare Esswaren, Putzmittel und Produkte für die Körperhygiene.
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