«Häusliche Gewalt – Alltag einer Forensic Nurse»
- 19. Mai 2026 , 17:30 - 19:30
- Reformierte Kirche Zug
- kostenlos
Häusliche Gewalt beginnt meist lange vor dem Polizeieinsatz. Sie wächst schleichend: mit Beschimpfungen, Kontrolle, Drohungen und eskaliert oft über Jahre. 70 Prozent der Opfer sind Frauen, die meisten Täter Männer.
Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Wie kann Betroffenen konkret geholfen werden? Welche Rolle spielt die rechtsmedizinische Dokumentation? Und warum ist frühes Handeln so entscheidend?
Zwei Fachfrauen geben Einblick in die Berufswelt einer forensischen Pflegefachfrau: Andrea Goebel, Forensic Nurse am Universitätsspital Zürich (USZ) und Carmen Vonmont, Dipl. Notfallexpertin NDS HF, mit einer Funktion als Thementrägerin Ethik am Institut für Notfallmedizin am USZ. Sie zeigen, wie Spuren von Gewaltbetroffenen gesichert und Verletzungen dokumentiert werden.
Der Regierungsrat des Kantons Zug hat am 3. März 2026 Kenntnis genommen von der Interpellation von 5 Kantonsrätinnen betreffend elektronisches Monitoring zur Verhinderung von Femiziden und damit die Problematik anerkannt. Der Regierungsrat begrüsst die gesamtschweizerische koordinierte Einführung eines dynamischen Electronic Monitoring zum Schutz vor häuslicher Gewalt. Bis dahin ist es vermutlich noch ein langer Weg.
Gewalt kennt keine Öffnungszeiten: Die nationale Notfallnummer 142 für Opfer von häuslicher Gewalt ist seit 1.5.26 in Betrieb.
- Musikalische Gestaltung: Violeta Ramos, Harfe
- Anschliessend Apéro. Eintritt frei. Kollekte
- Für nähere Auskünfte:
Gaby Wiss, Tel. 041 725 47 69, gabriela.wiss@citykirchezug.ch
