Landesweite Solidarität
Wo Ihre Kirchensteuer ankommt

Nur 3% Ihrer Kirchensteuer verlassen die örtliche Gemeinde und fliessen solidarisch in landesweite kirchliche Aufgaben, wobei nur ein kleiner Teil an den Bischof geht.
Wichtig zu wissen: Keine Kirchensteuer geht an den Papst. Einmal im Jahr wird die freiwillige Kirchenabgabe, der sogenannte «Peterspfennig», im Gottesdienste gesammelt und muss vom Papst für soziale und wohltätige Zwecke verwendet werden.
Die Mittel gehen über die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) hauptsächlich an Institutionen mit sprachregionaler oder nationaler Ausrichtung – und kommen so erneut Aufgaben und Projekten zugute, die dem kirchlichen Leben in den Kirchgemeinden und Pfarreien dienen.
Dazu gehören
- Berufsbezogene Bildungsangebote: das Theologischpastorale Bildungsinstitut der deutschschweizerischen Bistümer (TBI) und das Centre catholique romand de formations en Eglise (CCRFE).
- Jugendarbeit: Jungwacht Blauring (Jubla) und die Fondation Jeunesse et Vocations (FJV).
- Gesamtschweizerische Aufgaben der Migrantenseelsorge: Die Katholikinnen und Katholiken aller Sprach- und Kulturgemeinschaften sollen am kirchlichen Leben teilhaben können. Für die Seelsorge an kleinen Minderheiten und die Koordination der Seelsorge an grossen Sprachgemeinschaften leistet die RKZ finanzielle Beiträge, die von migratio verwaltet werden.
- Medienarbeit: Damit die öffentliche Wahrnehmung der Kirche gewährleistet ist. Unterstützt werden die drei Medienzentren, die von Lausanne, Lugano und Zürich aus tätig sind.
- Schweizer Bischofskonferenz: Zentrale Aufgaben der SBK, ihres Generalsekretariates und ihrer Gremien sind die gesamtschweizerische Koordination und Planung, die Vertretung der katholischen Kirche gegenüber dem Staat und in der Öffentlichkeit sowie die Unterstützung der Bischöfe in der Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Bistum.
- Gesamtschweizerische Fachstellen: Für die anspruchsvolle Steuerung und Planung auf nationaler Ebene. Unterstützt werden unter anderem das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut (SPI) und oeku Kirche und Umwelt.
- Sprachregionale Fachstellen: m die kirchliche Vielfalt in allen Landesteilen und Sprachen zu pflegen. Die RKZ unterstützt beispielsweise das Liturgische Institut der deutschsprachigen Schweiz (LI), die Association Biblique Catholique (ABC) und das Ufficio Diocesano Istruzione e Catechesi (UDIC).
- Erwachsenenverbände: m die Solidarität und das Engagement von Laien in der Kirche zu stärken und sie zusammenzubringen. Unterstützt werden unter anderem der Schweizerische Katholische Frauenbund (SKF) und die Communauté Romandede l’Apostolat des Laïcs (CRAL)
Die RKZ trägt massgeblich dazu bei, dass die katholische Kirche ihre Aufgaben auf gesamtschweizerischer Ebene wahrnehmen kann, und setzt sich für demokratisches, solidarisches und unternehmerisches Handeln ein, das den Bedürfnissen des kirchlichen Lebens vor Ort Rechnung trägt.
Sie besteht seit 1971 und ist als Zusammenschluss der kantonalkirchlichen Organisationen - unter anderem der Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinden des Kantons Zug (VKKZ) - als Verein organisiert
Auf der Website der RKZ finden sich Erläuterungen zu den Themen
- Portrait der RKZ
- Was die RKZ finanziert
- Kirche und Recht
- Kirche und Geld
- Kirche und Gesellschaft
- Kirche und Missbrauch
Wo die Stärken der RKZ liegen
- KIRCHE UND RECHT:
Die RKZ verfolgt die Entwicklung des staatlichen Religionsrechts in den Kantonen und auf Bundesebene. Sie beteiligt sich aktiv an dessen Weiterentwicklung.
- KIRCHE UND GELD:
Die RKZ hat den Überblick über Modelle und Entwicklungen der Kirchenfinanzierung. Sie befasst sich mit der Frage, wie pastorale und finanzielle Entscheidungen optimal aufeinander abgestimmt werden.
- KIRCHE UND MANAGEMENT:
Die RKZ engagiert sich für ein zeitgemässes und auf die Kirche zugeschnittenes Management in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche.
- KIRCHE UND GESELLSCHAFT:
Die RKZ tritt für eine Kirche ein, die zu gesellschaftspolitischen Fragen Stellung nimmt und sich am Aufbau einer gerechten und solidarischen Welt beteiligt. Auch gute Rahmenbedingungen in der Freiwilligenarbeit gehören zu den RKZ-Anliegen.
Mit der typisch schweizerischen Doppelstruktur (Duales System) gehen geteilte Zuständigkeiten zwischen pastoraler Leitung und staatskirchenrechtlichen Behörden einher.
Sie erfordern ein partnerschaftliches Miteinander. Auf nationaler Ebene verantworten die Schweizer Bischofskonferenz und die RKZ gemeinsam das gute Zusammenspiel.